Freitag, 28. September 2012

Balkonien, Geranien und Gefäße



Einen Garten nenne ich nicht mein Eigen, dafür einen kleinen Balkon. Da mein Umzug mitten in den Sommer fiel, hatte ich mich bereits im Frühjahr extrem zurückgehalten, was Balkonpflanzen betrifft. Liebe Freunde haben sich dann vier Wochen um die Pflanzen gekümmert, so dass sie die Zeit des vielen Hin- und Herfahrens, Urlaub etc. gut überstanden haben und ich mich auch jetzt noch daran erfreuen kann. Besonders üppig ist es dieses Jahr nicht ausgefallen. 



Dafür habe ich Zeit in den Balkonausbau gesteckt. Die Bodendielen habe ich angepasst und von meinem alten Balkon wiederverwendet. Bequeme Sitzmöbel mussten endlich einmal sein. Mein alter Balkon war so schmal, dass dort nur Notlösungen möglich waren. Jetzt kann man zu zweit bequem sitzen, oder auch liegen. Der Ausbau bietet die Möglichkeit einen Sonnenschutz z.B. in Form eines Lakens zu spannen. Das habe ich im August schon reichlich nutzen können. Jetzt beginnt die Zeit, da ich mich über jeden Sonnenstrahl, auch auf der Haut, freue. 



Ich habe zum Glück sehr tiefe Fensterbretter, so dass ich auch noch ein paar der Zimmerfenster mit Kästen bestücken konnte ohne extra Halterung und täglich etwas Grünfutter für mich und auch meine Schweinebande habe - Letztere wird überwiegend von der Wiese bedient. Spinat und Rauke lassen sich spielend in Kästen anziehen. Mangold habe ich das erste Mal probiert und auch der scheint zu kommen. Mal sehen, wie weit er es noch bis zum ersten Frost schafft, die Aussaat war mit Mitte August reichlich spät. 


Ich verwende nur noch Kästen mit Wasserreservoir. Ohne die Möglichkeit Wasser speichern zu können, hat man schon Probleme über ein Wochenende wegzufahren. Bei Geranien mag das vielleicht noch gehen, aber alle anderen machen bei großer Hitze viel zu schnell schlapp. Hat der Balkon keine Überdachung füge ich den Kästen einen Wasserüberlauf zu. In ca. 2 cm Höhe bohre ich kleine Löcher in die Seiten, damit zu hoch stehendes Wasser ablaufen kann. Besonders im warmen Winter besteht sonst die Gefahr der Staunässe für die winterharten Pflanzen. 

Ein paar Worte zu Geranien Pelargonium. Sie sind als extrem spießig verschrien, sind meiner Meinung nach, gemischt mit anderen Pflanzen die dankbarsten Balkonpflanzen überhaupt. Sie ertragen viel Trockenheit und blühen unermüdlich. Lässt der Frost lange auf sich warten, so wie letzten Winter, dann blühen sie auch noch zu Weihnachten. Bestimmte Pflanzen sind nicht ohne Grund so weit verbreitet. Die Kunst dabei ist sie mit andern Pflanzen geschickt zu kombinieren und interessante Sorten auszuwählen. Außerdem sind sie günstig zu erstehen, so dass die Balkonbepflanzung nicht in der Ausgabe eines Vermögens endet.

Ich mag Ton- und Keramikgefäße sehr viel lieber, für Umzüge sind sie aber der wahre Alptraum. Außerdem verdunstet besonders bei unglasierten Tongefäßen das Wasser sehr viel schneller als bei Gefäßen aus Kunststoff.

Viele Grüße
Eure Eva