Samstag, 6. Oktober 2012

Immergrüne Hecken


Hecken sind etwas Wunderbares. Sie machen neugierig, geben Struktur, leiten den Blick, gliedern den Raum, schützen vor Blicken von außen. Sie blockieren als Randbepflanzung aber auch den Blick nach draußen in die Ferne. Besonders in kleinen Gärten ist eine Hecke als Sichtschutz ein ewiger Kompromiss. Wer will schon wie eingemauert hinter einer hohen Hecke sitzen, andererseits möchte man nicht immer und von Jedem beobachtet werden können. Eine Sichtschutzhecke soll auch im Winter grün sein, wenn Kinder da sind nicht giftig, schnell wachsen und zu guter Letzt noch preiswert sein. Nicht ohne Grund haben sich Thuja und Scheinzypresse als Heckenpflanze durchgesetzt. Die sind zwar auch giftig, aber für Kinder nicht besonders attraktiv. Thuja und Scheinzypresse haben zwei entscheidende Nachteile. Sie sind ökologisch nicht besonders wertvoll, da sich in ihnen kaum Tiere niederlassen und sie lassen sich nur ungern ins alte Holz schneiden. Ist die Hecke einmal zu breit geworden, dann treibt sie bei einem tiefen Rückschnitt nur sehr widerwillig wieder aus. Da eignet sich die Eibe Taxus baccata (auch giftig und die weiblichen Pflanzen locken mit roten Früchten, deren Fruchtmantel zwar essbar ist, der Kern aber unbedingt ausgespuckt werden muss) viel besser. Die Eibe treibt problemlos aus dem alten Holz wieder aus. Man kann sie sogar ganz auf Stock setzen.


Ein Blick über Sissinghurst Garden, England mit seinen Gartenzimmern

Ein Eibenheckengang in Sissinghurst

Hecken müssen nicht immer gerade sein.
Hier bilden sie den Abschluss eines Parkplatzes
am Schlosspark  Neuhardenberg.
Die Ligusterhecken, wie in Neuhardenberg, sind nur in sehr milden Wintern wintergrün, d.h. sie können  ihr Laub über den Winter behalten, verlieren es aber spätestens im Frühjahr.

Die Heckenstruktur ist hier etwas deutlicher zu sehen. 
Ein schönes Wochenende wünscht
Eure Eva

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