Donnerstag, 27. Dezember 2012

Gartenakademie Sachsen-Anhalt

Ein Ausflug in die Altmark bot die Gelegenheit das Gelände der Gartenakademie Sachsen-Anhalt e.V. zu besichtigen. Auf dem Gelände des ehemaligen Gut Zichtau sind mehrere Nebengebäude saniert worden. Vom eigentlichen Gutshaus ist nur noch eine Art Veranda übrig geblieben.



Ein weihnachtlicher Willkommensgruß

Saniertes Nebengebäude

Ein schöner, eingefriedeter Kräutergarten ist bereits angelegt worden.




Ich denke, es handelt sich hierbei um alte Holzpfähle, die gefunden und umgekehrt in den Boden gesetzt wurden. Es mutet etwas mystisch an.



Aussicht vom Park zum Dorf hin


Ein Kunstwerk?
Der Website nach möchte die Gartenakademie Sachsen-Anhalt unter anderem Schulungen für Garten- und Parkanlagen bei der Entwicklung sowie der Historie anbieten. Ich bin gespannt wie sich das Projekt entwickelt.

Eine schöne Zeit
Eure Eva

Dienstag, 11. Dezember 2012

Sumpfzypressen im Oderland



Im hinteren Teil des alten Schlossparks in Gusow steht noch eine Sumpfzypresse Taxodium distichum. Diese Art war früher im sumpfigen Oderland häufig anzutreffen, weil sie sehr gut mit der Feuchtigkeit zurechtkamen. Außerdem ist das Holz sehr wertvoll. Im Tertiär waren sie in Europa heimisch und bilden noch heute einen Großteil der Kohlevorkommen bei uns.


Im Herbst verfärben sich die Blätter und nehmen eine rotbraune Farbe an bevor sie abfallen, wie hier noch gut zu sehen ist.

Viele Grüße
von Eurer Eva

Bizarres Schlosserlebnis

In Brandenburg gibt es reichlich Schlösser, die in der Nachwendezeit wieder wachgeküsst worden sind. Wenn das Geld knapp ist, entstehen dabei mitunter bizarre Dinge. So auch Schloss Gusow, welches als kitschiges Märchenschlösschen daherkommt. Es ist seit 1992 in Privatbesitz und wird seitdem Stück für Stück saniert. Nach außen wirkt das Schloss wie verlassen. Die Fassade ist einmal erneuert worden, die Fenster sind noch renovierungsbedürftig und verhangen. Wenn nicht ein Schild gestanden hätte, welches verkündete, dass Museum und Restaurant geöffnet hätten, wir wären auf der Stelle wieder umgekehrt. Der Bauzaun vor dem Schloss wirkte nämlich auch kein bisschen einladender.

Die schöne Ansicht (ohne Bauzaun)

Wir entschieden uns das Objekt der Begierde erst einmal von außen zu umkreisen. Der zugehörige Park ist frei zugänglich und der erste Schnee verzauberte die Umgebung. Von weitem sah das Schloss schon viel besser aus. Nur leider war zu erkennen, dass der Park vielleicht einmal ein Park war, aber heute keiner mehr ist. Pflege wäre hier dringend notwendig. Ein Spaziergang zum nahe gelegenen See rundete die kleine Tour ab.

Die Rückseite


Zurück zum Schloss wagten wir uns näher und wurden eingelassen. Im Foyer hatte ich den Eindruck in einem Trödelladen gelandet zu sein. Verschiedenes, altes Geschirr steht zum Verkauf und die Ausstellung überwiegend zur Geschichte Preußens, von den Dinosauriern an, in kleinen Zinnfiguren-Dioramen dargestellt und diversen antiken Möbelstücken, Kleidungen etc. waren den kleinen Ausflug wert. Die Räume der Ausstellung erinnern noch an alte Zeiten, die so gar nicht "königlich" waren. Überraschend schön waren dagegen die sanierten Räumlichkeiten des kleinen Restaurants. Zum Essen kann ich nichts sagen, da wir nicht hungrig waren. Die kleine Karte versprach bürgerliche Küche.

Der marode Burggraben wird auch noch eine Menge Geld verschlingen.


Wer ein skurriles Schlosserlebnis haben möchte, auf nach Gusow! Ich bin mir zwar noch immer nicht im Klaren, was ich von dem Schloss halten soll, aber nun ja, es war ein kleines Erlebnis der anderen Art.
Ich hoffe aber, die Sanierung wird weitergehen und eines Tages auch den Park wieder zum Leben erwecken.

Eine schöne Winterzeit wünscht
Eure Eva