Samstag, 9. Februar 2013

Hadspen Garden Teil II - Die gelbe Rabatte

Der Eingang des Gartens führte zunächst durch den Verkaufsbereich der kleinen Gärtnerei. Im "Potting Shed" waren Kasse und Topfplatz untergebracht. Im Hintergrund dudelte leise Musik, ein sehr angenehmes Arbeiten.
Trat man durch das erste Tor gelangte man in einen Kiesgartenbereich, der mit seinen Unmengen an Eryngium "Miss Willmott's Ghost" und Cynara cardunculus mediterranes Flair verbreitete. Ein weiteres Tor führte an den höchsten Punkt des eigentlichen ehemaligen Küchengartens. Mein erster Gedanke beim Anblick der doppelten gelben Rabatte war: "Das ist das Beste was ich je gesehen habe. Hier möchte ich meine Zeit in England im kommenden Jahr verbringen." Das hat sich dann ja auch bewahrheitet :-)

Gleich noch vorweg: Die Bilder sind von schlechter Qualität, da es sich um digitalisierte Dias handelt.


Das Tor mit dem Aha-Effekt


Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon viele Gärten in England besucht und nach anfänglicher Totaleuphorie schaute auch ich genauer hin. Nicht mehr jeder Garten konnte mich begeistern. Doch hier war ich restlos hin und weg.

Meine Zeit in Hadspen hat mich noch lange Zeit stark geprägt, so dass ich einige Jahre keine bunten Rabatten ertragen konnte. Ich war so sehr auf monochrome Pflanzungen adaptiert. Mittlerweile mag ich auch wieder bunte Pflanzungen, aber auch nur in Maßen.



Die doppelte gelbe Rabatte ist Noris Schöpfung. Er hat hier versucht eine Symphonie zu komponieren. Die Beete links und rechts sind aufgeböscht und haben jeweils eine Buchenhecke als Leinwand. Die Anzahl der Pflanzen einer Art/ Sorte nehmen auf der rechten Seite zu und auf der linken Seite ab. Die Höhe der Pflanzen nimmt mit fortschreitender Begehung zu. Der Trick bei monochromen Pflanzen ist der, mit Hilfe von feinsten Farbnuancen einer Farbe zu spielen und durch kleine komplementärfarbene Blüten (hier: blau durch Brunnera macrophylla) Spannungen zu erzeugen.





Eure Eva

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen